Edergold

Die Eder ist der einzige goldführende Fluss, der in Norddeutschland entspringt. Die Eder entspringt aus dem Ederkopf im Rothaargebirge und mündet bei Edermünde in die Fulda. In der Region gibt es natürliche Goldvorkommen, die durch Erosionsprozesse aus den Bergen freigespült worden sind. Sehr bekannt ist der „Eisenberg“ bei Goldhausen, wo seit dem Jahr 1100 Gold durch Tagebau abgebaut wird. Wahrscheinlich wurde schon zur Zeit Karls des Großen Seifengold aus der Eder gewonnen. Durch den Damm des Ederstausees, der im Jahre 1908 gebaut wurde, wurde die Anreicherung von neuem Gold aus den Bergen gestoppt. Aus diesem Grund, wird das Edergold immer seltener.

An der Eder wird es im Zuge eines Forschungsprojektes der Technischen Universität Aachen in einem Kieswerk als Nebenprodukt gewonnen. Die Gewinnung des als "green gold" zertifizierten Goldes erfolgt im Schwerkraft-Verfahren, also gänzlich ohne den Einsatz von Chemikalien. Das Gold aus der Eder ist recht einfach auszubringen, da es kaum als plättchenförmige Flitter vorkommt, sondern überwiegend in Form von dicken, nuggetartigen Körnern.


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