Grünes Gold ist nachhaltig gewonnenes Gold

Herkömmliche Goldgewinnung und ihre Folgen - alles andere als nachhaltig!

Der herkömmliche Edelmetall-Bergbau verursacht oft große ökologische und soziale Schäden: Natürliche Lebensräume oder landwirtschaftliche Flächen werden durch den Tagebau vernichtet. Der unsachgemäße Einsatz von Zyanid und Quecksilber führt immer wieder zur langfristigen Vergiftung von Böden und Trinkwasser. Um die Edelmetalle aus der Erde zu gewinnen, wird sehr viel Energie eingesetzt und damit viel CO2 freigesetzt. Die einheimische Bevölkerung wird aus ihrem angestammten Lebensraum vertrieben. In den Minen gibt es für die Einheimischen nur gering qualifizierte Jobs. Viele sind zur Abwanderung in die Slums der Großstädte gezwungen. Ist das Vorkommen erschöpft, ziehen sich die Bergbauunternehmen zurück. Übrig bleibt oft eine ökologisch wie kulturell zerstörte Landschaft.

Ausgangslage:

Gold gehört zu den Rohstoffen, für deren Gewinnung der höchste Aufwand betrieben werden muss. Je mehr leicht zugängliche Goldvorkommen ausgebeutet sind, desto schwieriger wird es, an anderen, weniger ergiebigen Fundorten Gold zu gewinnen. Die Vorkommen von Gold stammen aus Lagerstätten rund um den Globus. Zu den Staaten mit der höchsten Goldproduktion gehören Südafrika, die USA, Australien, Russland, Peru, China und Ghana. Der überwiegende Teil des Goldes wird bergmännisch durch Abbau und Aufbereitung von riesigen Mengen Gestein gewonnen.

1. Tagebaukrater der Yanacocha-Mine, Peru, Grufides, Misereor 2. industrieller Großbergbau in Ghana, FIAN, Sebastian Roetters 3. Landschaftszerstörung durch Goldbergbau, Iduapriem-Mine in Ghana, FIAM, Sebastian Roetters

Bei einer weltweiten jährlichen Goldgewinnung von bis zu 2500 t Gold und einem Gehalt von 1,7 g/t Gestein sind das 1.470.588.235 Tonnen goldhaltiges Gestein pro Jahr; diese Menge entspricht etwa der Anzahl von 5000 Containerschiffen mit einer Ladekapazität von 300.000 Tonnen. Noch größere Mengen an Gestein müssen abgebaut werden, um das goldhaltige Gestein unter dem Deckgebirge zu erreichen. Ausgehend von einem geschätzten durchschnittlichen Verhältnis Abraum zu Erz von 2:1 müssen rund 2.941.176.470 Tonnen Abraum insgesamt bewegt werden.

1. Rückhaltebecken für Cyanidschlamm, Yanacocha-Mine, Peru, Mirjam Leuze 2. Abraumhalden des indudtriellen Großbergbaus, Iduapriem-Mine, Ghana, FIAN, Sebastian Roetters 3. Landschaftsverödung durch Goldbergbau, Huepetuhe,Peru, Cauritas Madre de Dios

Für einen Ring aus 750/°°°er Gelbgold (10 g), das bergmännisch gewonnen wurde, entstehen 8.823.529 g Abraum; das entspricht etwa der Ladung von 1 Lkw mit 9 Tonnen Ladegewicht. Um diese Mengen an Gestein abzubauen und aufzubereiten werden riesige Mengen an Energie, Süßwasser, giftiger Chemikalien wie Zyanid und Quecksilber gebraucht und beeinflussen die Umwelt negativ. Das goldhaltige Erz wird aus dem Muttergestein herausgebrochen und klein gemahlen. Hierzu ist ein hoher Energieaufwand nötig. Süßwasser wird in großen Mengen benötigt, um Bohrer zu kühlen, die Staubentwicklung zu reduzieren, Gestein frei zu spülen und Chemikalien wie Quecksilber und Zyanid in das Gestein zu transportieren.

Bei der Verwendung von Salzwasser würden die Anlagen korrodieren. Dieses Wasser kann in Flüssen und Seen als Trinkwasser und für die Landwirtschaft fehlen. Außerdem füllen sich die großen Tagebautrichter mit Sickerwasser, wodurch der allgemeine Grundwasserspiegel sinkt, was fatale Folgen für die natürliche Vegetation und die Landwirtschaft haben kann. Die Barrick´s Betze Mine zum Beispiel pumpt täglich 380.000 m3 Grundwasser in die Flüsse der Umgebung.

Die eingesetzten Chemikalien lösen die enthaltenen Edelmetalle aus dem zerkleinerten Muttergestein. Die giftigen Rückstände ergießen sich in die Natur und können die Lebensgrundlage vieler Lebewesen für Jahrzehnte zerstören. Das verwendete Quecksilber gelangt ins Grundwasser und in das Wasser der Flüsse und verseucht so direkt das Trinkwasser, die landwirtschaftlichen Produkte und die Fische. Durch diese Nahrungsmittel werden die Bewohner dauerhaft mit Quecksilber vergiftet.

1. industrieller Großbergbau, Rückhaltebecken für Cyanidschlamm in Ghana, FIAN, Sebastian Roetters 2. Landschaftsverbrauch durch Goldbergbau in Peru, Cauritas Madre de Dios 3. Abwasser in Bergarbeitersiedlung,Huepetuhe, Peru, Cauritas Madre de Dios

So verlieren Bauern, Fischer und Ureinwohner ihre Lebensgrundlage. Sie sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. In der Hoffnung auf Arbeit siedeln sie sich in den Slums der Großstädte an.

So geht die oftmals uralte Kultur der Ureinwohner unwiederbringlich verloren. Vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern erzeugt sowohl der industrielle als auch der Kleinbergbau erhebliche Schäden für Natur und Mensch. In diesen Ländern existieren entweder keine so strengen Vorschriften zum Umwelt- und Gesundheitsschutz wie in den Industrieländern, oder vorhandene Gesetze werden nicht eingehalten.

1. Warnschild an der Goldmine, Ghana, FIAN, Sebastin Roetters 2. Landschaftszerstörung: verödete Landschaft mit Abraumhalden, Cauritas Madre de Dios 3. Einsatz von Größtbaggern im industriellen Bergbau, Yanacocha-Mine, Peru, Mirjam Leuze

Selbst in Industrieländern wie den USA, aber auch in Europa (Spanien, Rumänien, Türkei) verursacht der industrielle Goldabbau katastrophale Schäden. Ein Beispiel für solche Schäden: Baia Mare in Rumänien im Jahr 2000: Dort ereignete sich eine Umweltkatastrophe durch den Dammbruch eines Rückhaltebeckens für Zyanidschlamm. 100.000 m3 Schmutzwasser mit darin enthaltenen 120 Tonnen Zyaniden ergossen sich in die Umwelt, 2 Mio. Menschen waren ohne Trinkwasser, die Menge hätte ausgereicht, um eine Milliarde Menschen zu töten, auf einer Flussstrecke von 2000km kam es zu einem Fischsterben (1.240 Tonnen Fisch).

Die inzwischen globalisierte Nahrungskette führt sogar so weit, dass verschiedene Fischarten mit Metallrückständen über den internationalen Fischhandel bis nach Hamburg auf unseren Tisch gelangen. Auch die enormen Abraumhalden und Stäube mit Zyanidspuren, welche die industrielle Goldgewinnung hinterlässt, werden als Staubverfrachtungen durch Wind und Wasser unkontrolliert verteilt.

Problemlösung:

Vor diesem Hintergrund haben wir seit Jahren eine Problemlösung entwickelt: − Wir sind zu dem Entschluss gelangt Gold zu verwenden, das bei seiner Gewinnung die Menschen weder in ihrer Gesundheit, noch in ihren Lebens- und Umweltbedingungen gefährdet. Dadurch leisten wir einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz.

Unsere Kundinnen, Kunden und Geschäftspartner sensibilisieren wir für einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit Gold. Das bedeutet konkret, dass wir durch die Auswahl der Rohmaterialien die Umweltbelastung auf ein Minimum verringern: Nämlich durch weniger Landschaftsverbrauch, Regenwaldabholzung, Energie, Wasser, Einsatz von Chemikalien bei der Goldgewinnung. Deshalb verwenden wir in immer größerem Umfang Recyclinggold oder ecofaires Gold.

Unser Ziel ist ein bewusster Umgang mit dem Rohstoff Gold:

Konsequente Verwendung von umweltfreundlich gewonnenem Gold, Herstellung von langlebigen Produkten wie individuell angefertigtem Schmuck, der die Möglichkeit bietet, repariert oder umgearbeitet zu werden, Multiplikation dieser Idee durch Öffentlichkeitsarbeit in Fachkreisen, Sensibilisierung meiner Kunden und Endverbraucher.

Garantie:

Die strengen ökologischen und sozialen Bedingungen auf allen Ebenen der Förderung und des Vertriebs werden durch ein umfassendes Monitoring überwacht. Damit wir mit gutem Gewissen Edelmetalle verarbeiten können und Sie mit gutem Gewissen Ihren Schmuck tragen können, sind uns folgende Punkte sehr wichtig:

Anerkennung der Rechte an Land und Wasser sowie auf die eigene Kultur der Bevölkerung, Beteiligung der Bevölkerung an Entscheidungen über künftige Bergbauprojekte, Beteiligung der Bevölkerung an der Wertschöpfung aus dem Bergbau durch fairen Handel, Keine Kinderarbeit bei der Verarbeitung von Edelmetallen und Edelsteinen.


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