Rheingold

Der Mythos ist noch immer lebendig: Der Sage nach wurde das Gold der Nibelungen im Rhein bei Worms versenkt und bis heute konnte noch niemand diesen Schatz finden. Immerhin trägt eine Wagner-Oper den Titel "Rheingold".

Der Rhein transportiert neben Geröll, Kies und Sanden aus den Alpen und dem Schwarzwald auch Gold aus diesen Regionen. Von den Kelten und Römern bis zu den Markgrafen von Baden haben die Herrscher der Region die reichen Goldvorkommen des Rheins begehrt, um daraus Münzen zu prägen. Mit der Rheinbegradigung im 19. Jahrhundert fand die Goldgewinnung am Rhein einen letzen Höhepunkt, da durch die Bauarbeiten alte Sedimente offengelegt wurden und die Goldsucher leicht an das enthaltene Gold gelangen konnten. Seitdem wird der Neueintrag von Gold durch die vielen Staustufen fast komplett verhindert. Heute gibt es neben den traditionellen Goldwäschern mit Waschpfanne und Rinne ein Kieswerk, das in Rheinzabern aus dem Fluss-Sediment Gold gewinnt. Mit Zentrifugen wird das schwerere Gold vom Quarzsand getrennt. Um ein Gramm Gold zu erhalten, müssen bis zu 200.000 Goldflitter ausgewaschen werden.


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